Schleifscheiben
Die Schleifscheibe ist ein mehrschneidiges Präzisionswerkzeug. Sie besteht aus Schleifkörnern, die durch eine Bindematrix zusammengehalten und durch Poren getrennt sind. Diese Poren sind Hohlräume zwischen den benachbarten Schleifkörnern und dem Bindemittel und dienen dazu, Raum für das Eindringen in das Material und eine stärkere Kühlwirkung des Kühlschmiermittels zu schaffen, um das abgetragene Material und die durch die Bearbeitung erzeugte Wärme abzuführen.
Wenn die Schleifscheibe in Betrieb ist, schneiden die Schleifkörner das zu bearbeitende Material, wobei es in kleinen Teilen (Spänen) abgetragen wird. Unter der Einwirkung der von der Schleifscheibe auf das Werkstück ausgeübten Kraft neigen die Schleifkörner dazu, sich abzurunden und verlieren dadurch an Schnittigkeit. Gleichzeitig führt die erhöhte Reibung zu einem Wärmestau, der zum Bruch des Schleifkorns oder zum Versagen der Bindungsbrücke führt, die das Schleifkorn hält. Durch das Freisetzen des letzteren werden die darunter liegenden Körner freigelegt, die dank ihrer ausgeprägten Schnittigkeit die ursprünglichen Bedingungen für einen guten Schnitt mit geringerem Kraftaufwand wiederherstellen.
Dieses empfindliche Gleichgewicht ist die Grundlage für eine korrekte Durchführung des Schleifprozesses.



